Das Potsdamer Stadtschloss diente vor allem im 18. Jahrhundert als königliche Residenz. Wenn es im nichtbeheizbaren Schloss Sanssouci zu kalt wurde, nahm auch Friedrich II. hier Quartier. Die Schlossanlage, zu der auch ein Lustgarten und ein Marstall gehörten, zog sich von der Havel bis zum Alten Markt hin. Bomben des 2. Weltkrieges und Sprengkommandos 1960 ließen kaum noch etwas vom Schloss übrig. Erhalten sind der Marstall, in dem das Filmmuseum Potsdam untergebracht ist, und ein Kollonadengang an der Anlegestelle der Fahrgastschifffahrt. Ansatzweise wieder hergestellt wurde der Lustgarten und rekonstruiert wurde das 1701 erbaute Fortunaportal. Anlässlich seiner Erhebung zum König ließ Friedrich I. dieses dekorative Element in die Schlossanlage einfügen.