So kam es, dass Fontane die Kirche als „Symbol des ... Militärstaats Preußen“ bezeichnete. Genau diese Symbolik beschworen Hitler und Hindenburg, als sie am 21. März 1933 nach medienwirksamem Händedruck zur Eröffnung des Reichstages in die Kirche schritten - „Der Tag von Potsdam“.
Entsprechend kontrovers sind heute die Debatten um den Wiederaufbau des Turms, für den die Mittel zum großen Teil vorhanden sind. Eine private Initiative hat Sponsoren gefunden, die übrigens bereits kurz nach der Wende auf der nahe gelegenen Plantage einen Nachbau des Glockenspiels der Garnisonkirche („Lobe den Herren“/ „Üb immer Treu und Redlichkeit“) installierten. Sie wollen einen originalgetreuen Nachbau. Die Pläne einer kirchlichen Arbeitsgruppe sehen dagegens einen veränderten Turmabschluss vor, der dem Charakter eines künftigen Begegnungszentrums entsprechen soll.
Ein gemauerter Torbogen weist auf den Standort der Garnisonkirche hin. Gleich daneben lädt eine Ausstellung mit Überbleibseln zur Spurensuche ein.
Foto: Gemälde mit Garnisionkirche zur Zeit der Preussenkönige