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Gärten und Parks

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 Die anmutige Havellandschaft, bestehend aus Seen, Hügeln und Wäldern, ist der Stoff, aus dem eine weiträumige Gartenlandschaft entstand. Über zwei Jahrhunderte hinweg wurde ein Kranz von sechs großen Gärten angelegt, jeder mit eigener Individualität, aber verbunden durch Sichtachsen und Wege.

Nach höfischem Lust- und Nutzgarten legte Friedrich der Große im Umfeld seines Sommerschlosses Sanssouci die Grundlagen für dieses Gartenreich. Zwei Kilometer gestalteter Landschaft in der Ost-West-Ausdehnung hinterließ er.

Darin eingebettet ganz unterschiedliche Landschaften: ein Barockgarten zu Füßen des Schlosses, ein lebensfroher „Sizialianischer Garten„, ein urwüchsiger Rehgarten usw. Mitarbeiter der Stiftung Preussische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg bitten die Besucher beim Betreten von Park Sanssouci um einen freiwilligen Parkeintritt.

Der große Landschaftsgestalter Peter Josef Lenné fügte dem Ensemble später den Park Charlottenhof, den Nordischen Garten und den als Landschaftspark umgestalteten Marlygarten hinzu.

Nach Park Sanssouci entstand unter dem Nachfolger Friedrichs II. der Neue Garten. Der Wörlitzer Park war das Vorbild für diesen sentimentalen Landschaftsgarten am Ufer des Heiligen Sees. Von nun ab wurden die Gewässer in die Landschaftsgestaltung einbezogen. Eine Sichtachse verbindet das Marmorpalais im Neuen Garten mit der Pfaueninsel. Eine andere Sichtachse geht über den Heiligen See zur Gotischen Bibliothek und weiter zur Nikolaikirche in der Innenstadt.

Heute auf Berliner Gebiet gelegen, gehört die Pfaueninsel mit ihren romantischen Bauten zur Potsdamer Kulturlandschaft. Gleich nebenan entstand kurz darauf der Park Glienicke, der immer wieder durch Kleinarchitekturen überrascht.

Eine der größten gärtnerischen Leistungen war die Verwandlung des wilden und zerklüfteten Babelsberger Waldgebietes in einen gestalteten Park. Der Park Sacrow bildete den nördlichen Abschluss dieses grünen Kranzes um Potsdam.

Zur Bundesgartenschau 2001 kam mit dem BUGA-Park im Bornstedter Feld eine neue Attraktion hinzu: Einen Volkspark für vielfältige Nutzungen hat bis dahin in Potsdam nicht gegeben. Gleichzeitig entstand der zur ehemaligen
Schloss-Anlage gehörende Lustgarten neu.


Foto: Anlage des Neuen Garten

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