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Garnisonstadt

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Als der frischgebackene König Friedrich Wilhelm I. am 13. 7. 1713 mit seinen „Roten Grenadiers“ in Potsdam einzog, schlug die Geburtsstunde der Potsdamer Garnison.

Weil er Unterkunft für seine „Langen Kerls“ und die vielen anderen Soldaten benötigte, sorgte der König für eine rasche Entwicklung der Stadt: Wohnungen, Handwerksbetriebe, Uniformschneider, eine Gewehrfabrik, eine Garnisonkirche,
ein Militärwaisenhaus. Während der Regentschaft des „Soldatenkönigs" versiebenfachte sich die Einwohnerzahl.

Unter den nachfolgenden Königen wurde Potsdam immer mehr zur „Pflanzschule der Preußischen Armee“. Es waren vor allem Garde-Regimenter, die hier angesielt wurden: unter anderem Garde-Husaren, Garde-Ulanen, und die Elite der Kavallerie, das Garde du Corps.

Die Potsdamer Regimenter waren am deutsch-französischen Krieg, am ersten und zweiten Weltkrieg beteiligt. Aus dem Infantrieregiment 9, das in der Tradition der königlichen Leibregimenter stand, kamen zahlreiche Männer des Widerstands gegen Hitler, u a. Hennig von Tresckow, der zum engsten Verschwörerkreis des 20. Juli 1944 gehörte und hingerichtet wurde.

Nach dem zweiten Weltkrieg war Potsdam Standort sowjetischer Truppen. Nach deren Abzug wurden eine ganze Reihe von Konversionsprojekten gestartet. Das bekannteste war die Umwandlung des Truppenübungsplatzes im Bornstedter Feld in das Gelände der BUGA 2001.

Foto: Die Kaserne des früheren Infantrieregiments 9 beherbergt heute das Brandenburgische Ministerium für Stadtentwicklung. Wohnen und Verkehr.

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Garnisonstadt
Das Potsdamer Stadtschloss
Die Geschichte einer Wiedergewinnung
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