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Villenkolonie Neubabelsberg

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Gleich hinter der Berliner Stadtgrenze, um Ufer des Griebnitzsees, wurde am Ende des 19. Jahrhunderts eine Villekolonie für jene angelegt, die es in Berlin zu Reichtum gebracht hatten und die nun die Abgeschiedenheit von der Großstadt suchten:
Fabrikanten, Bankiers, hohe Beamte, auch ein paar Künstler. Sogar einen eigenen Bahnhof bekam die Kolonie - der heutige S-Bahnhof Griebnitzsee.

Mies van der Rohe, Hermann Muthesius, Alfred Grenander waren hier einige der Architekten, die dazu beitrugen, dass sich hier nahezu alle Baustile der Zeit um die Jahrhundertwende versammelt sind.

Die nahegelegene Filmstadt bewirkte, dass sich in den zwanziger und dreißiger Jahren vermehrt Filmstars in den Villen Neubabelsbergs niederließen. Wenn die Steine erzählen könnten, dann würden sie von Heinz Rühmann, Brigitte Horney, Marika Rökk und anderen berichten.

Auch für politisch Interessierte ist der Gang durch die Villenkolonie ein spannendes Ereignis. Während der Potsdamer Konferenz 1945 hatten die alliierten Regierungschefs hier ihre Residenzen. Es gibt daher eine "Churchill-Villa", eine "Stalin-Villa" und eine "Truman-Villa". Zu besichtigen sind sie allerdings nicht.

Die Potsdam Information veranstaltet an den Wochenenden Führungen durch das Viertel.


Foto: Frisch restaurierte Villa am Griebnitzsee

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Villenkolonie Neubabelsberg
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